31. August 2010 von jb
Eigentlich sollte hier ein kurzer Artikel zu den im Netz seit lange kursierenden Groschenroman-Covern stehen. Nun habe ich durch Zufall (d.h. Herr Internetz-Google) eine Fotographin bzw. eine Fotokünstlerin gefunden, die sich in gewisser Hinsicht diesen Covern von solchen Prachtsliteraturen wie etwa von Bastei nähert. Und noch mehr: Anna-Marie von Sarosdy inszeniert in ihrer Serie “Heimat” Bayern-Romantik, stereotype Klischees mit einem Schuß Erotik (bayrisch ausgesprochen).

Copyright Anna-Marie von Sarosdy
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von jb
Drüben bei Nerdcore gesehen, herzlich gelacht…passt ja zu Nachschlag!

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30. August 2010 von cs
Hach ja. Da isser wieder. Thilo, das Schreckgespenst. Wie Hui Bu, Balduin et. al. taucht er hier und da auf, macht laut buuuh und verschwindet dann wieder. Und wie es sich für ein anständigen Schreck gehört, sind die Leute mächtig erschrocken und entrüstet, wie ein so kleines Ding es wagen kann, aufrichtige Leute so zu erschrecken. Leider tendieren Schreckgespenster dazu ewig zu leben. Es sei denn man findet den passenden Zauberspruch und es verpufft.
Aber mal Ernst. Was soll die ewige Quarkdiskussion um so einen wie Sarrazin. Als habe die SPD nichts gelernt wirft sich sich in jedes auf noch so kleine Dreckshäufchen, das er legt und windet und windet und windet sich darin. Die Partei hatte schon mal so einen, den Clement. Bevor er aus der Partei flog, war er auch einer der Großen. Nie pflegeleicht, aber extrem dick im Geschäft. Dann haben die Genossen in ausgeschlossen, weil er in die Dienste der Atomlobby trat und das Ganze nicht gerade diplomatisch nach außen vertrat. Und heute tingelt er durch die Lande, wird gelegentlich noch mit seiner SPD-Vergangenheit konfrontiert, tut aber ansonstem Keinem was zu Leide. Vor seinem Rauswurf gab es aber auch schon ewige Debatten um etwaige Konsquenzen, die man befürchten könne. Passiert ist nichts. Die Partei könnte sich heute in der causa Sarrazin wieder einen Gefallen tun: entweder man lässt ihn reden und setzt darauf, dass diese elende Journaille ihre Sensationsgier wieder unter den Scheffel ihrer Vernunft stellt. Oder man wirft ihn raus. Befürchtungen, er könne so zum Märtyrer einer anti-muslimischen Bewegung (“pro Deutschland”) werden, sind zwar begründet, aber wohl genauso wenig zu erwarten wie ein damals viel beschworener Clement-Mythos. Vergessen darf man bei dieser Entscheidung aber eines nicht: Sarrazin ist im Vorstand der Bundesbank. Wie kommt man eigentlich da hin? Buuuh.
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28. August 2010 von cs
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von cs
Mateo Kries, Leiter für Programm und Inhalt im Vitra Design Museum in Weil am Rhein, hat in der Welt einen recht interessanten Artikel zum Theme Design in der Politik verfasst. Ich persönlich finde, dass er an einigen Stellen ziemlich viel Butter aufs Brot schmiert (z. B. Designpolitik?!?!?!). Nichtsdestotrotz gibt es einige spannende Fragen, die der Text aufwirft. Zwei Anmerkungen will ich noch voranstellen: 1. Wie verträgt sich etwas so undemokratisches wie Design mit der politischen Demokratie? 2. Verführt eine so geführte Debatte nicht zu noch mehr Substanzverlust in der Politik?
Hier der Text.
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14. August 2010 von cs
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6. August 2010 von cs
…vormals im übertragenen, dieses Mal im direkten Sinne. Im Web gefunden, eine süffisante Auseinandersetzung mit Grüngroßdeutschland (Dank für diesen Begriff an Anarchist Academy, props!). Unsere Nachbarn haben doch mehr Humor als man denken mag – direkt aus dem “Rührerhauptquartier”…
Sowie das richtige Lied dazu.
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3. August 2010 von cs
Der erste Weltkrieg ist verloren gegangen, die Weimarer Republik ist gegründet und versucht Fuß zu fassen. Während die Gesellschaft noch von früheren Kriegen und den deutschen bürgerkriegsähnlichen Zuständen ab 1918 zerrüttet ist, gründet sich eine Gruppe Künstler. Ihr Ansinnen: schonungslos zu offenbaren, was Kriege und Vernichtung und diejenigen, die für diesen verantwortlich sind, angerichtet haben. Viele, heute berühmte Namen, tummeln sich in deren Zusammenkünften: Otto Dix, Georg Grosz, Max Beckmann, Conrad Felixmüller oder Rudolf Schlichter. Sie bringen das hervor, was heute zur Neuen Sachlichkeit gezählt wird.
“Geistig obdachlos” nannte der Soziologe Siegfried Kracauer die proletarische Masse und meinte die Suche nicht nur nach gesellschaftlichen, sondern auch kulturellen Orientierung. Der Krieg hatte Leben und Lebensgefühl zerstört, die Nachkriegsgeneration, hatte keine geistige Heimat mehr. Die Veristen, wohl die gewichtigste Strömung der Neuen Sachlichkeit, offenbarte die zerstörerischen Mächte. Bis in die Groteske hinein spiegelten die Künstler das wider, was die sie zumeist selbst erfahren hatten: Krieg und Gefühlskälte. Sie karikierten aber nicht nur die Taten, sondern auch die Täter: Kaiser, Adel, Kapitalisten und Korrupte. In altmeisterlicher Manier gruben sie sich bis zur Wurzel des Übels, und legten die Missstände offen. In scharfer Abkehr zum Expressionismus galt dabei jedoch immer die Maxime nur zu dokumentieren, zu karikieren, nicht aber zu subjektivieren. So heißt die wunderbare Ausstellung, die noch bis zum 15. August im Berliner Kupferstichkabinett zu sehen ist dann auch “Gefühl ist Privatsache”. Eine düstere, aber sehr instruktive Ausstellung. Die klare Konzeption der 130 Akquarelle und Zeichnungen wird untermauert durch Original-Zitate der Künstler. Eine kleine und vielleicht gerade deshalb auch sehr empfehlenswerte Ausstellung.
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13. Juli 2010 von cs
Oldschool, aber immer noch eines der herrlichsten Videos, die es je gegeben hat.
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von jb
Nachdem nun das illustre Treiben in Südafrika mit einem Tritt und einem Kuss zu Ende gegangen ist, und viele Menschen, der Bild nach zu urteilen, in ein Gefühlsloch fallen werden, könnte man sich ja auch mal wieder “wichtigen” Dingen zuwenden.
Zum Beispiel dem Prozess infolge der Anklage gegen perlentaucher.de durch die SZ und die FAZ: Dies wird am 15. Juli am Bundesgerichtshof verhandelt werden, und könnte die rechtlichen Umstände im Internet verändern.
Als regelmäßiger Nutzer von Perlentauchers Feuilletonspiegel - ob auf ihrer eigenen Seite oder bei SpOn – frage ich mich, warum die beiden großen und für mich qualitätsvollsten Tageszeitungen solch einen Schritt überhaupt wagen. Bereits in zwei Instanzen haben sie vor Gericht verloren. Klar, es geht hier um mehr als um “Grundsätzliches”…Aber meines Erachtens stellt Perlentaucher einen wunderbaren Service (z.B. den Grund für die Anklage durch das Sammeln der Buchrezensionen, so wie ich es verstanden habe) zu Verfügung, der mich immer und immer wieder nicht nur auf die Seiten der jeweiligen Verweise wie halt denen der jeweiligen Tageszeitungen bringt, sondern auch in die Buchhandlung meines Vertrauens oder an den Spätkauf um die Ecke um die Zeitung zu erstehen oder (falls das Geld nicht reicht) in die nächst gelegene Stadt- oder Unibibliothek. Ich bin gespannt, wie der Bundesgerichthof urteilen wird, und hoffe auf eine “grundsätzlich” gute Begründung.
Bei Perlentaucher ist zu dem Verfahren ein kleiner zusammenfassender Artikel veröffentlicht.
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